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Derbyniederlage gegen Bregenz

Nur mit sieben Feldspielern verliert BW Feldkirch knapp das Derby gegen Bregenz Handball 2

Ohne gleich fünf Stammspieler reiste BW Feldkirch mit einem stark dezimierten Kader zum Derby nach Bregenz. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage zeigte die Mannschaft von Trainer Daniel Malin eine bemerkenswerte Leistung und lieferte dem favorisierten Gegner einen intensiven und über weite Strecken offenen Schlagabtausch.

Feldkirch startete furios in die Partie. Aus einer kompakten Abwehr heraus gelangen schnelle Gegenstöße, und nach rund 15 Minuten führten die Gäste bereits mit vier Toren. Der Angriff agierte druckvoll, beweglich und mit viel Tempo – Bregenz fand zunächst kaum ein Mittel gegen die dynamische Spielweise der Feldkircher.

Doch gegen Ende der ersten Halbzeit machte sich der kleine Kader zunehmend bemerkbar. Die Kräfte ließen etwas nach, und Bregenz nutzte dies konsequent aus. Mit einem 15:15-Unentschieden ging es in die Pause – ein Resultat, das den starken ersten 30 Minuten der Feldkircher gerecht wurde.

Nach dem Seitenwechsel verschlief Feldkirch jedoch den Beginn der zweiten Halbzeit. In den ersten 15 Minuten gelang offensiv kaum etwas, während Bregenz seine Chancen eiskalt nutzte und sich auf sechs Tore absetzte. Der Mittelblock stand nicht mehr so sattelfest wie zuvor, und vorne fehlte häufig das letzte Quäntchen Glück im Abschluss.

Doch die Feldkircher gaben sich nicht auf: In den letzten zehn Minuten kämpften sie sich eindrucksvoll zurück, verkürzten den Rückstand nochmals auf drei Tore und verloren das Derby letztlich nur knapp mit 27:30.

„Wir haben 40 bis 45 Minuten sehr guten Handball gezeigt“, bilanzierte Trainer Daniel Malin nach dem Spiel. „Gegen eine vollbesetzte Bregenzer Mannschaft konnten wir ihnen über lange Zeit die Stirn bieten. Mit ein, zwei Rückkehrern im Kader sieht das beim Heimderby sicher wieder anders aus.“

Das Derby war trotz der sportlichen Intensität ein faires Spiel, geprägt von gegenseitigem Respekt und Freundschaft zwischen den beiden Vereinen.

Nun stehen für BW Feldkirch bis Weihnachten noch sechs Partien auf dem Programm – alle will man mit vollem Einsatz bestreiten. Bereits nächsten Samstag empfangen die Blau-Weißen zuhause Friedrichshafen, wo man wieder mit einem größeren Kader antreten und sich für die starke Leistung in Bregenz mit zwei Punkten belohnen möchte.

Kommentar von Kapitän Christoph Kornexl:
„Die Vorzeichen waren nicht gut – nur mit sieben Feldspielern –, aber wir haben sehr gut gekämpft. Anfang der zweiten Halbzeit ist uns dann etwas die Luft ausgegangen, weil wir keine Wechselmöglichkeiten hatten. Das hat man vor allem im Mittelblock gespürt, aber auch bei den Abschlüssen im Angriff. Trotzdem haben wir uns mit Kampf und Wille zurückgekämpft und das Spiel noch einmal eng gemacht. Die erste Halbzeit war spielerisch und kämpferisch sehr gut, und wir werden das in den nächsten Spielen wieder zeigen – dann holen wir uns auch die zwei Punkte zurück.“